Luminous Flux

(2014) 14' / für 8 Stimmen (SSAATTBB) und Perkussion

Text: Leonard da Vinci - italian und Englisch (Übersetzung Mike Svoboda)
aus The Notebooks of Leonardo Da Vinci, Vol. 1 (Dover Pub. Inc., 1970)

Ensemble Thélème (www.theleme.ch)
Ensemble SoloVoices (www.solovoices.ch)

Svea Schildknecht, Sopran
Francisca Näf, Mezzosopran
Breno Quinderé, Altus
Lior Leibovici, Tenor (Alto)
Ivo Haun, Tenor
Jean-Jacques Knutti, Tenor
Simon McHale, Bariton
Jean-Christophe Groffe, Bass
und Dominik Dolega, Schlagzeug 

Programmtext

In photometry, luminous flux or luminous power is the measure of the perceived power of light. It differs from radiant flux, the measure of the total power of electromagnetic radiation (including infrared, ultraviolet, and visible light), in that luminous flux is adjusted to reflect the varying sensitivity of the human eye to different wavelengths of light. (Wikipedia)
 
Karlheinz Stockhausen betrachte ich als einen Wissenschaftler der Musik. Ich bewundere, mit welcher Genauigkeit und Gründlichkeit er gewissen Fragestellungen und Phänomenen nachgegangen ist, z.B. der Form oder Zeitverläufen. Zwar gibt es für mich berührende Werke, Vision aus Donnerstag aus Licht  oder Mädchenprozession aus Montag aus Licht oder auch Teile von Hymnen, aber die meiste Werke sind für mich mehr in wissenschaftlicher Sicht von Interesse. Er erforscht klangliche Parameter und ich finde das sehr begeisternd. Leonardo da Vinci hat uns schöne, rätselhafte Gemälde hinterlassen. Aber wenn ich in seinen Notizbüchern lesen, sehe ich auch eine Person, der es wichtiger scheint zu verstehen warum wir zum Beispiel Licht, Schatten, die Perspektive, ein Linie, oder einen Punkt wahrnehmen wie wir sie wahrnehmen, als diese Elemente zu verwenden und in uns ein Gefühl zu erwecken oder uns zu berühren. Vielleicht war auch er eher ein Wissenschaftler als ein Künstler. Für Luminous Flux suchte ich nüchterne Texte für das Sehen und fand diese in den Notizbücher von Leonardo da Vinci. In den Texte verbindet sich Sachlichkeit und Poesie auf einer Weise die ich inspirierende und sympathisch finde. Es sind nicht viele Zeilen, aber das Auge ist steht im Mittelpunkt, wie bei der Musik das Ohr. — Mike Svoboda, May 2014
 

mike svoboda : luminous flux

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