Study No. 4 - double canon

(2015) 7' / für 4 Saxophone und 4 Posaune

Einen Auftrag des Rümlingen Festivals. Die Uraufführungen fand am 30. August 2015 im Rahme des Rümlingen Festivals und wurde gespielt von das Aeterea Saxophone Quartet und les trombones de bâle

 

Study No. 4 - double canon ist die vierte Komposition in einer Werkreihe, in der ich mit ausgewählten musikalischen Verhältnissen oder Phänomenen experimentiere. Auf Nr. 1 Density und Nr. 2 Speed (beide für Drehorgel), sowie Nr. 3 Variable Mass für Saxophon, Posaune und Drehorgel folgt nun diese Studie. Hier spielt der Archetyp des Kanons eine Rolle - weniger im Bezug auf die Einsätze der Stimmen als im Entstehen der Harmonien. Die Komposition ist für mich zugleich Rückkehr und Wendepunkt: Sie ist eine Rückkehr zur Just-Intonation, einem Tonsystem, im dem ich 1978-1982 komponierte, als ich bei Ben Johnston, einem Assistenten von Harry Partch, studierte. Study No 4 ist aber auch eine Wende hin zu illusorischen, unpraktischen Kompositionen. Obwohl die Just-Intonation  ein hörbares und nachvollziehbares System ist, wird die Umsetzung der Intonation mit 34 Tonschritten in der Oktave in Verbindung mit der grossen Entfernungen der Musiker, die im und um das Publikum herum verteilt stehen, wohl kaum realisierbar sein. Ein teilweises Scheitern des Experiments ist allerdings in der Situation von Studien ja nicht unwillkommen – „nothing ventured, nothing gained“. 

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