Mike Svoboda: Triple Concerto (2014)
für Trompete, Posaune, Tuba und Orchester
 
Auftag der Sieghardt Rometsch Stiftung
 
Dauer: 21 minutes
 
Uraufführung:
17. April, 2015 in Cottbus
Tom Poulson, Trompete / Sebastiaan Kemner, Posaune / Ruben Dura, Tiuba
Philharmonisches Orchester Cottbus / Evan Christ, Dirigent
Staatstheater Cottbus

instrumentation

2 Flutes (2nd also Piccolo)
2 Oboes
2 Bb Clarinets (2nd also Bb Bass clarinet)
2 Bassoons (2nd also Contrabassoon)
2 Horns in F
2 Bb Trumpets
2 Trombones
2 Percussionists
1: glockenspiel, vibraphone, claves, kick-drum, bass drum, flexatone (with clappers removed), mouth siren, finger cymbals, sand blocks
2: glockenspiel, vibraphone, claves, kick-drum, bass drum, flexatone (with clappers removed), mouth siren, finger cymbals, sand blocks
Strings (at least 10.8.6.5.4.)

Zum Werk schreibt Mike Svoboda: Das Triple Concerto entstand in einer Zeit, in der ich vermehrt die Positionierung meiner kompositorischen Einfälle im Kontinuum zwischen Chaos und Simplizität hinterfragte. Zwischen diesen beiden Polen findet man ja auch die beliebte „Komplexität“ – ein weites Feld. Allerdings scheint die Arbeit mit jenem Kontinuum eng mit einer Art Instinkt verbunden zu sein; einem Konzentrat aus all den Erfahrungen, dem Wissen und den Gedanken, die aus meiner Arbeit als Musiker resultieren. Das Komponieren erscheint mir vor diesem Hintergrund oft als eine Art Improvisation nach eigenen Regel in einer von mir vorgegebenen Form. So viel zum Entstehungs-Biotop dieses Werkes. Das Triple Concerto ist ein Vehikel für die Solisten, ihrer Musikalität Raum zu geben. Das „Innenleben“ eines Blechbläsers kenne ich als aktiver Spieler, und gerade deshalb war es für mich eine besondere Herausforderung, eine Musik zu finden, die nicht flüchtet in die „brave new world“ der Luftgeräusche & Co. flüchtet, und auch nicht in der letzten Blechbläserblütezeit vor 100 Jahren mit ihren endlosen Tonleitern und Akkordbrechungen verhaftet ist. Jeder der Solisten hat seinen Moment im Licht der Scheinwerfer in Begleitung der beiden Schlagzeuger, und jedes Solo ist einem wichtigen Vertreter des Blechbläserzunft gewidmet: dem Jazz-Trompeter Maynard Ferguson (1928-2006), ohne dessen Inspiration ich wahrscheinlich kein Musiker geworden wäre, dem Posaunisten und Komponisten Vinko Globokar (*1934), ohne dessen Vorarbeit ich womöglich keine Kariere gehabt hätte, und dem Tubisten und Pädagogen Arnold Jacobs (1915-1998), ohne dessen Lehre ich heute womöglich nicht mehr spielen könnte.

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