Mike Svoboda Ensemble

Das seit 2010 in Basel beheimatete Mike Svoboda Ensemble wurde im Jahre 2004 gegründet, um die verschiedenen kammermusikalischen Projekte von Mike Svoboda und seinen Partnern in einer Organisationsform zusammenzufassen. Die Schwerpunkte der musikalischen Arbeit liegen in der Eröffnung neuer und ungewöhnlicher Zugänge zur Musik unserer Zeit, aber auch zur Musik vergangener Epochen und in der Vermittlung Neuer Musik. Immer wieder erweisen sich diese unkonventionellen Konzepte als erlebnisreiche Wanderungen zwischen verschiedenen musikalischen Stilen und Kunstgattungen. Mit jährlich mehr als 30 Konzerten in wechselnden Besetzungen zwischen drei und 18 Mitwirkenden ist das Ensemble immer wieder Gast bei Festivals und Konzertveranstaltern wie den Salzburger Festspielen, den Niedersächsischen Musiktagen, dem ECLAT Festival Neue Musik (SWR Stuttgart), der Philharmonie Köln oder dem Nationaltheater Mannheim.

Wolfgang Fernow

Wolfgang Fernow studierte bei Prof. W. Stert an der Musikhochschule in Freiburg und über ein DAAD-Stipendium bei Fernando Grillo in Perugia 'Neue Musik'. Er improvisierte und schrieb Musik für die Filme „Die lange Hoffnung“ und „Lothar Quinte“, wie für die polnische Theatergruppe 'Osmego Dnia'. Er war Mitglied der Jazzformation 'Wisper Hot' von Mathias Stich und spielt in der 'Silent Movie Companie', die die Musik zu Stummfilmen improvisiert. Seit 18 Jahren ist er Bassist des europaweit auftretenden 'Trio Avodah' mit 2 CD-Aufnahmen und seit 1998 im “Mike Svoboda Ensemble“, mit den Projekten: 'French Kitsch'; '14 Versuche Wagner lieben zu lernen' und 'Tierkreis' mit 2 CD-Aufnahmen. Wolfgang Fernow gibt seit mehreren Jahren Improvisationskurse für Klassiker in Goslar mit dem Thema „Improvisation als Erweiterung und Ergänzung der eigenen Übekultur“. Als Hauptthema der letzten 20 Jahre zieht sich der „Dialog von klassischer Komposition mit Improvisation“ durch sein Schaffen, wie z.B. in Projekten mit der Jazzformation 'Wisper Hot' und dem 'Freiburger Barockorchester' - Annäherungen an J.S.Bach , oder “Mozart (g-moll Symphonie) im Dialog mit Improvisation“ ('Trio Ginkgo' mit Mike Svoboda als Gast und dem Orchester 'Ensemble Kulturgut'). Das seit 2001 bestehende 'Trio Ginkgo' (Violine, Viola und Bass) hat verschiedene Projekte immer mit der gleichen Grundthematik 'Klass. Komp im Dialog mit Impro.' realisiert; 'Trio Ginkgo mit schlagfertigen Gästen (mit drei Schlagzeugern); „Madrigale im Durchzug“ (mit einer Altistin als Gast), „c-moll Streichtrio (von L. van Beethoven) im Dialog mit einem improvisierenden Quintett“.

Stefan Hussong

Stefan Hussong, in Köllerbach an der Saar geboren, ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, des DAAD, der Akademie Schloss Solitude und der Kunststiftung Baden-Württemberg. 1987 erhielt er den ersten Preis beim International Gaudeamus Interpreters Competition für zeitgenössische Musik. In der Kategorie "Bester Instrumentalist des Jahres" wurde Hussong 1999 der Echo Klassik Preis der Deutschen Phonoakademie verliehen. Seine bei DENON erschienene Solo-CD mit Werken von John Cage wurde im selben Jahr als "Best record of the year" ausgezeichnet. Mehr als 80 ihm gewidmete Werke wurden durch Stefan Hussong uraufgeführt, bislang über 25 - teilweise mehrfach prämierte - CD`s von ihm eingespielt. Hussong konzertierte u.a. zusammen mit dem Orchestre de la Suisse Romande, der Musikfabrik Nordrhein-Westfalen, dem Ensemble Intercontemporain, dem Ensemble Modern, dem Klangforum Wien, dem Rundfunk Symphonieorchester Saarbrücken und der Tokyo Shin Nippon Philharmonie. Er ist Professor für Akkordeon und Kammermusik an der Musikhochschule Würzburg. www.stefan-hussong.de

Michael Kiedaisch

Musiker und Komponist im Spannungsfeld zwischen Neuer Musik, improvisierter Musik und Jazz. Insbesondere die Zusammenarbeit mit komponierenden Improvisatoren, improvisierenden Komponisten (Mike Svoboda, Stefano Scodanibbio, Michael Riessler, Scott Roller etc.) spiegelt dies wider. Als Komponist und/oder als Interpret beteiligt an zahlreichen Bühnen- und Hörspielproduktionen, z.B. mit dem Ballett Nürnberg („Percussiv“, „Hamlet ruft“), am Forum Theater Stuttgart („Traumlied“, „Die Glut“), bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall („Don Carlos“). Einige eigene Projekte (z.B.„Trieau“,„Schubertiade“), diverse Projekte mit Mike Svoboda, die Arbeit mit verschiedenen Ensembles (z.B. >gelberklang<), Studioarbeit, Workshops (z.B. mit Open_Music) und Lehrtätigkeiten an der Musikhochschule Stuttgart und der Uni Witten/Herdecke ergänzen sein Arbeitsfeld. www.michaelkiedaisch.de/

Anne-May Krüger

1978 in Berlin geboren, studiert Anne-May Krüger zunächst an der Musikhochschule Leipzig, von 2002 bis 2007 an der Opernschule der Musikhochschule Karlsruhe. Seit 2006 wird sie von Rudolf Piernay sängerisch betreut. Sie besuchte Meisterkurse bei Hilde Zadek, Jadwiga Rappé, Erich Holliger, Wolfgang Rihm und Ingeborg Danz. Nach Opernproduktionen in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland, wie Die Zauberflöte von W. A. Mozart, La Cenerentola von G. Rossini, Die Liebe zu den drei Orangen von S. Prokofiev war sie wiederholt am Forum Neues Musiktheater der Staatsoper Stuttgart sowie an der Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart tätig. Seit der Spielzeit 2006/07 ist sie Gast an der Jungen Oper des Nationaltheaters Mannheim; sie gastierte ebenso am Oldenburgischen Staatstheater sowie am Theater Augsburg. Gastspiele führten sie u.a. nach Polen, Irland und in die Schweiz. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Beschäftigung mit Neuer Musik. So war sie an Uraufführungen von Komponisten wie Hans Tutschku, Mike Svoboda, Karola Obermüller und Peter Gilbert beteiligt und konzertierte im Rahmen der Festivals „Klang(g)riffe“ des ZKM Karlsruhe, „Mouvement - Musik im 21. Jahrhundert“ des Saarländischen Rundfunks, „WhyNote“ in Dijon und "Wien modern". Sie arbeitete mit Ensembles wie dem Ensemble Gelberklang, Ensemble Ascolta und Ensemble Recherche. Seit 2006 konzertiert sie regelmäßig mit dem Mike Svoboda Ensemble, mit dem sie 2008 auch ihre erste CD, phonométrie, mit Werken von Erik Satie und Mike Svoboda bei WERGO veröffentlicht hat. Anne-May Krüger ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands, des Forum Neues Musiktheater der Staatsoper Stuttgart und erhielt Projektstipendien der Akademie Schloss Solitude.

Scott Roller

Scott Roller wuchs in einer musikalischen Familie auf. Nach frühen Begegnungen mit Neuer Musik und Jazz studierte er von 1976 bis 1981 Violoncello und Komposition in Texas und Paris. Von 1980 bis 1983 gehörte er dem Improvisationsquartett "BL Lacerta" Dallas an; es fanden zahlreiche Konzerte, Rundfunk-, TV-Aufnahmen und Workshops statt. Es kam zur Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern (u.a. John Cage, Pauline Oliveros, Larry Austin) sehr unterschiedlicher Medien (Malerei, Tanz, Dichtung, Performance). 1984 kam Scott Roller nach Deutschland, wo er zunächst ein weiteres Kompositionsstudium bei Berthold Hummel und Nicolaus A. Huber absolvierte. Von 1987 bis 1989 wirkte er als Cellist bei den Dortmunder Philharmonikern. Seither arbeitete er frei als Cellist und Komponist, u.a. mit der "Musikfabrik NRW" (Düsseldorf), dem "Ensemble 20/Der Gelbe Klang" (Stuttgart), dem Komponisten Gary Verkade und dem Posaunisten Michael Svoboda. 1992 gründete er mit Susanne Achilles (Klavier) und Lesley Olson (Flöte) das "Wolpe Trio". In letzter Zeit beschäftigt sich Roller zunehmend mit pädagogischen Ansätzen zur Improvisation sowohl für junge Leute wie auch für andere Musiker mit wenig Improvisationserfahrung. Er lebt in Essen. Als Komponist und Cellist ist Scott Roller mit Aufnahmen bei vielen Rundfunkanstalten und auf mehreren CDs vertreten. Er trat auf wichtigen Festivals zeitgenössischer Musik in Europa, den USA und Mexiko auf. Seine Kompositionen wurden in Mittel- und Osteuropa, Japan, Skandinavien und Nordamerika gespielt. rollermusic.de/